Um etwas erreichen zu können, das ausserhalb der normalen Komfortzone liegt, ist ein gutes Mindset sehr wichtig. So wie beim Training auf körperlicher Ebene müssen wir auch auf psychischer Ebene „Trainingsreize“ setzen, damit sich etwas verändern kann. 

 

Das richtige Ziel

 

Zunächst einmal ist es sehr wichtig, sich ein klares Ziel zu setzen. Nur wenn wir wissen, wo wir hin wollen, finden wir auch den direktesten Weg dahin. Ein Ziel kann sehr unterschiedlich sein. In Bezug auf das Laufen kann es z.B. sein, 5 kg abzunehmen, durch Bewegung seine Gesundheit zu fördern oder einen Marathon unter 3:30 Stunden zu laufen. 

 

Mindset

 

Ausgangspunkt sind immer die individuellen Bedürfnisse und die Ausgangssituation des Einzelnen. Keines der genannten Ziele ist automatisch leichter zu erreichen als das andere.

 

Ein gut gewähltes Ziel muss vor allem zwei Bedingungen erfüllen: 

 

1. Es darf nicht zu hoch angesetzt werden, sondern es muss realistisch mit einer angemessenen Anstrengung erreichbar sein. Ist die Möglichkeit, das gesetzte Ziel zu schaffen zu weit weg, schwindet schnell die Motivation und das Gefühl, dass man das sowieso nicht schaffen kann, macht sich breit. Dies wäre kontraproduktiv, da diese Signale schnell in den ganzen Körper weitergeleitet werden und den weiteren Weg in Richtung Ziel blockieren.

 

2. Das Ziel darf aber auch nicht zu niedrig angesetzt werden. Wenn damit keinerlei Herausforderung verbunden ist, wird es gar nicht als Ziel wahrgenommen. Die zu erwartende Veränderung ist wahrscheinlich zu gering, als das sich der Aufwand überhaupt lohnt. Die Motivation fehlt auch dann sehr schnell. 

 

Ein sinnvolles Ziel muss also in der Mitte zwischen diesen beiden Polen liegen. Das ist die Kunst für jeden einzelnen, diese Mitte zu finden. 

 

Auf kleinen Schritten zum Erfolg

 

Wenn das Ziel gesetzt ist, geht es um die Umsetzung. Sinnvoll ist die Unterteilung in Zwischenschritte. Auf dem Weg zu seinem Ziel hat man so immer wieder kleinere Erfolgserlebnisse. Das motiviert sehr und es werden regelmässig Signale gesetzt, die sagen, „ja, ich bin auf dem richtigen Weg, ich schaffe das!“ Das grosse Ziel rückt auf diese Weise immer näher. 

 

Eine andere Möglichkeit der Selbstmotivation ist die Visualisierung des Zustandes, den wir erreichen wollen. Ist es Dein Ziel, 5 kg abzunehmen, stell Dir vor, wie gut sich Dein schlanker Körper anfühlt oder in welches schöne Kleid bzw. in welche schicke Hose du wieder hineinpasst. Strebst Du eine Marathonzeit unter 3:30 Stunden an, versuche Dich in die Situation des Zieleinlaufes hineinzuversetzen. Sicher hast Du schon einmal in einer ähnlichen oder auch einer ganz anderen Situation die vielen Endorphine, die Dich in einen Glückszustand versetzen, kennengelernt. Erinnere Dich an dieses Gefühl und verbinde es in deiner Vorstellung mit dem Zieleinlauf Deines geplanten Marathons, wobei die Uhr 3:29:00 zeigt. Diese Visualisierung wird Dich enorm beflügeln. 

 

Die Mindset-Programmierung

 

Aber immer wieder gibt es im Alltag auch die Tage, wo es gar nicht gut läuft und wir uns nicht fit fühlen. Die Formentwicklung scheint eher rückwärts als vorwärts zu verlaufen. Das ist relativ normal. Wir sind glücklicherweise ja auch keine Maschinen, die auf Knopfdruck immer wie gewünscht funktionieren. In solchen Situationen ist es jedoch etwas schwieriger, auf Zielkurs zu bleiben. Die Gefahr ist grösser, einen Rückzieher zu machen und doch wieder einen bequemeren Weg einzuschlagen, statt dran zu bleiben und sich mal durchzubeissen. Nun ist vor allem ein gutes Mindset gefragt. 

 

Verschiedene Techniken z.B. aus der Kinesiologie oder der „Energy Psychology“  Methode können in solchen „Krisensituationen“ sehr unterstützend sein. Sie sind relativ leicht anzuwenden und tragen dazu bei, ein positives Mindset zu programmieren. Über die Energiebahnen unseres Körpers werden dabei verschiedene Funktionskreise in Verbindung gebracht. Ziele können durch diese Vernetzung tiefer in unserem Bewusstsein verankert werden. Wir werden dadurch weniger anfällig, zu schnell aufzugeben. 

 

Eine einfache aber sehr wirkungsvolle Übung aus der Kinesiologie kann uns auf diese Weise dabei unterstützen, unser gesetztes Ziel leichter zu erreichen. Dazu legst Du Deine beiden Zeige- und Mittelfinger auf Deine beiden Stirnhöcker. Wenn Du von der Mitte Deiner Augenbrauen nach oben in Richtung Haaransatz gehst, findest Du die kleinen Erhebungen ganz leicht. Diese beiden Punkte, die auf dem Magenmeridian liegen, werden in der Kinesiologie die "Positiven Punkte" genannt. Durch das Halten können sie ihre beruhigende und ausgleichende Wirkung entfalten. Gleichzeitig aktivieren sie beide Gehirnhälften.

 

Bitte stelle Dir Dein Ziel ganz genau in den schönsten Farben vor, während Du die Punkte leicht berührst. Male Dir genau aus, wie es sein wird, wenn Du Dein Ziel erreicht hast und verknüpfe diese Vorstellung mit vielen positiven Gefühlen. Lass Deinen Atem dabei ganz ruhig und entspannt fliessen. Stelle Dir dieses Bild so lange vor, wie es sich für Dich gut anfühlt.  

 

Diese kleine Übung kannst Du so oft wiederholen, wie Du magst. Du wirst merken, dass sie Dich auf dem Weg zu Deinem grossen Ziel sehr gut unterstützt. Es scheint auf einmal gar nicht mehr so schwierig zu sein und manches geht scheinbar wieder wie von selbst.

 

Der gute Mindset für klare Ziele ist eine wichtige Säule im „Natürlich Schnell Laufen System“. Er trägt sehr dazu bei, herausfordernde Leistungen erfolgreich zu bewältigen und ist damit ein wichtiges Puzzleteil zu Deiner optimalen Leistungsfähigkeit.

 

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