Laufen - Wie alles begann

 

Wenn am morgen die Sonne gerade über dem See hochkommt oder am Abend gleichzeitig die untergehende Sonne und der aufgehende Vollmond zu sehen sind, das sind besondere Momente, die man beim Laufen häufiger erleben kann. Ob am See, im Wald, am Berg, als joggendes Sightseeing in einer Stadt oder wettkampfmässig an einem Stadt- oder Traillauf, laufend kann man viele schöne, interessante und bereichernde Erfahrungen sammeln. Die Bewegung in der Natur und das intensive Spüren des eigenen Körpers geniesse ich jeweils sehr. Laufend habe ich ausserdem immer wieder die besten und kreativsten Ideen und kann sehr gut über alles mögliche nachdenken.

 

Rund um das Laufen habe ich schon viel Schönes erlebt. Aber wie hat dies alles begonnen? Wie habe ich meine Leidenschaft für das Laufen entdeckt? In diesem Artikel soll es genau darum gehen.

 

Meine ersten läuferischen Aktivitäten

 

Meine sportlichen Grundlagen stammen aus meiner Kinder- und Jugendzeit durch sehr, sehr viel zu Fuss gehen. Wir sind eigentlich nie mit dem Bus gefahren. Mit uns Kindern ist meine Mutter immer zu Fuss gegangen. Für die noch kurzen Kinderbeine war es teilweise recht anstrengend, mit dem flotten Schritt der Mutter mithalten zu können. Und es war schon einiges an Ausdauer gefragt, um z.B. quer durch die Stadt zum Mutter- und Kind-Turnen, zum Singkreis oder zum Bastelkurs zu kommen. Heute bin ich der Meinung, dass genau dadurch die Grundlage für meine gute Grundausdauer gelegt wurde.

 

Irgendwann während meiner Teenagerzeit bin ich dann zur Leichtathletik gekommen. Es hatte sich schon gezeigt, dass mir Laufen auch ohne  grossen Trainingsaufwand sehr leicht fiel. Zu dieser Zeit waren allerdings für Frauen die Langstrecken noch nicht so populär. Die längste Strecke für Sportabzeichen und Bundesjugendspiele bei den Mädchen war der 800 m Lauf.

 

Endlich Langstrecken laufen

 

In der 11. Klasse mit Leichtathletik als Sportwahlfach ging es dann endlich zu längeren Läufen in den Wald. Da Leichtathletik nicht gerade zu den Lieblingssportarten der anderen Mädchen meines Jahrgangs gehörte, landete ich in einem Kurs mit fast nur Jungs. Es gab noch ein anderes Mädchen, das aber über längere Zeit wegen Krankheit passen musste. Also hiess es, irgendwie mit den überwiegend sehr sportlichen Jungs mithalten.

 

So begann ich, auch ausserhalb des Sportunterrichts in den nahe gelegenen Wald zu gehen und zu trainieren. Dies habe ich mehr und mehr genossen. Auch das Austesten der Grenzen und das Erlebnis, wie viel mehr man immer noch leisten kann, wenn es um etwas geht, waren ganz neue Erfahrungen. In diesem Fall war das der Lauf für die Semestersportnote, der natürlich ein neuer Rekordlauf sein sollte. Dank meines Trainings gelang dieser sehr gut. Training hiess damals allerdings ausschliesslich, in den Wald gehen und laufen. Von Trainingslehre hatte ich noch keine Ahnung.

 

Im Sportunterricht gab es dann im nächsten Semester wieder ein anderes Thema. Das Laufen im Wald, alleine oder mit einer Schulkollegin, ist mir jedoch für den Rest meiner Schulzeit geblieben.

 

Sportstudium

 

Später habe ich dann Sport an der Deutschen Sporthochschule in Köln studiert und dadurch viele Sportarten in Praxis und Theorie kennengelernt. Ein regelmässiges Lauftraining habe ich zu dieser Zeit nicht mehr gemacht, da ich viele andere Sportarten und auch alle anderen Leichtathletikdisziplinen üben musste. Der grosse Vorteil dieser Vielseitigkeit war aber sicher, dass mein Bewegungsapparat nicht nur einseitig belastet wurde. Und sehr fit bin ich durch die praktisch tägliche sportliche Betätigung auch geworden.

 

Da mich immer auch der Gesundheitsbereich, v.a. im Zusammenhang mit dem Sport sehr interessiert hat, folgte nach dem Sportstudium noch eine Ausbildung als Heilpraktikerin und Sportheilpraktikerin. Das Wissen über Trainings- und Bewegungslehre, über die physiologischen Abläufe im Körper, Biomechanik usw. aus dem Studium konnte ich so sinnvoll ergänzen mit naturheilkundlichem Wissen allgemein und speziell auf den Sport bezogen. Neben Themen wie z.B. sportliche Verletzungen oder Überlastungen mit sanften Methoden kuriert werden können, hat mich vor allem der Ausbildungsteil fasziniert, wie man die sportliche Leistungsfähigkeit mit natürlichen Mitteln verbessern kann.

 

Im nächsten Artikel werde ich euch erzählen, wie es mit meiner "Karriere" als Läuferin weiterging und wie ich mein Wissen über Sport und Naturheilkunde dabei eingesetzt habe.

2 Kommentare
  1. Avatar
    Franz Hubert Flock sagte:

    Liebe Ute, es war für mich interessant zu lesen, "wie alles begann" in Deiner Laufkarriere. Ich habe mir für das Jahr 2016 vorgenommen, weiter – wie in den letzten Jahren – möglichst regelmässig zu laufen. Dabei habe ich aber keine sportlichen Ziele mehr; ich möchte vielmehr meinen heutigen gesundheitlichen Stand möglichst lange erhalten. Die Gestaltung Deiner Internetseiten gefällt mir gut. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und grüsse Dich herzlich.

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